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erstellt von: krawatten, am 07.09.2010 13:32 , Clicks: 6106

Britischer und italienischer Stil

Eleganz oder Understatement?

In Katalogen, Modemagazinen und auf Webportalen geht es derzeit so geografisch zu, dass einem der Kopf schwirrt. Da wird mit ?klassisch britisch? oder ?italienischer Eleganz? geworben. Was hat es mit diesen Bezeichnungen auf sich?

Im Großen und Ganzen kann man feststellen, dass die formelle Herrenmode derzeit vor allem von zwei Grundrichtungen beeinflusst wird. Allerdings ist die eindeutige Zuordnung von Kleidung zu einem Stil bei der heutigen Formenvielfalt stark erschwert.

Die klassisch englische Richtung ist wie das Volk, das sie kreierte: dezent, vornehm und ein wenig konservativ. Englische Anzüge sind meist aus etwas schwererem Tuch und in den Schultern nur wenig gepolstert. Meist sind sie hinten mit zwei Schlitzen gefertigt. Geschnitten ist dieses Kleidungsstück meist relativ körpernah, mit leichter Betonung der Brustpartie.Nur Dreiknopfsakkos haben nur einen Schlitz. Umschläge bei den Hosen sind eher die Ausnahme. Die Gesamtwirkung ist klassisch konservativ, aber edel. Gerne wird dieser Anzugtyp auch mit Weste getragen.

Der klassische Hemdenkragen zum konservativ britischen Stil ist der weiße Kentkragen. Doch auch exotischere Modelle wie der Eton oder gar der Picadelly machen hier eine sehr gute Figur. Ersterer hat abgerundete Ecken, bei letzterem werden die tiefliegenden Ecken mit einer kleinen Kragennadel hinter der Krawatte miteinander verbunden.

Wichtig ist die Wahl der richtigen Krawatte. Breite Streifen sind hier nach wie vor der Klassiker. Gerade die klassischen Regimentskrawatten sind hier immer noch beliebt.Besonders eignen sich mattere Materialien wie Mogadorseide oder Irish Popeline. An Farben kann man mit einem dezenten Dunkelblau oder einer dunklen Krawatte rot nicht viel falsch machen. Gebunden wird das gute Stück mit einem doppelten, oder wenn der Knoten etwa für den Picadillykragen zu dick wird, mit dem einfachen Windsorknoten.

Das unangefochtene Zentrum dieser Mode ist nach wie vor die Saville Row in London, an der sich eine ungeheure Dichte an Herrenschneidern konzentriert. Schon ab etwa 1800 wurde hier, im Londoner Stadtbezirk Westminster, Modegeschichte geschrieben.

Dazu hat die britische Mode ? vermutlich auch aufgrund des eher ungünstigen Wetters auf den britischen Inseln ? Jackettkombinationen aus Stoffen wie Tweed und Cord hervorgebracht. Sie eignen sich aber eher für den Freizeitbereich ? und dann auch gerne mit etwas farbigerer Clubkrawatte oder Krawattenschal.

Völlig anders kommt der italienische Stil daher. Er ist heißblütig, lebensfreudig und modisch, wie man es auch der mediterranen Lebensweise nachsagt. Der Anzug wirkt nicht gesetzt, sondern elegant und individuell. Seine Schultern sind gepolstert und ein wenig kantig, der ansonsten körpernahe Schnitt betont die Hüfte. Nicht nur der Schnitt, auch die Materialien können leichter sein. Italienische Sommeranzüge bestehen oft aus sehr dünnen Wollstoffen oder sogar aus Seide.

An Hemdenkragen ist neben dem Kent auch häufig der etwas gespreiztere Haifischkragen zu sehen. Die Farbe des Hemds darf gerne auch leicht violett, blau oder rosa sein.

Bei Krawatten ist man hier freier als beim englischen Stil. Oft kommen schmale Streifen zum Einsatz, häufig auch mehrfarbig. Doch auch einfarbige Krawatten machen sich gut, gerade bei festlichen Anlässen. Modern wirken schmalere Knoten wie etwa der Four-in-Hand.

Die Stile sind allerdings heute keine absoluten Gegensätze mehr. Im Gegensatz zu früheren Zeiten hat Man(n) heute mehr Möglichkeiten. Also, wenn Sie Lust bekommen, eine modische Krawatte mit italienischen Streifen zum klassischen Anzug zu tragen: Warum nicht?


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