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erstellt von: krawatten, am 24.09.2010 11:42 , Clicks: 9677

Cutaway Coat ? der Frack des Tages

Geschichte der Gesellschaftskleidung Teil 3

Der Frack und der Smoking haben eines gemeinsam. Sie dürfen nie das Tageslicht sehen. Als typische Abendgarderobe sind sie zwar extrem festlich, für tagsüber stattfindende Empfänge hingegegen ein Fauxpas. Die stellt den form- und etikettebewussten Herrn von Welt natürlich vor ein Problem. Welche Kleidung eignet sich denn nun für einen Staatsempfang am Vormittag oder gar für eine Hochzeit? Wenn es hochoffiziell zugeht, reicht manchmal eben nicht der Anzug.

Während bei Empfängen immer häufiger schwarze Anzüge zu sehen sind und bei Hochzeiten das Longjackett nebst verzierter Hochzeitsweste in Mode kommt, sieht der klassische Dresscode nur eine Möglichkeit vor: den Cut, auch Cutaway oder Cutaway Coat genannt. Als ?Frack des Tages? stellt er den Gipfel der Feierlichkeit dar. Leider teilt er das Schicksal des Fracks. Es gibt immer weniger Gelegenheiten, ihn zu tragen. Im englischen und amerikanischen Raum ist der Cut noch die Hochzeitskleidung schlechthin ? auch für die Gäste.

Bei den traditionellen Pferderennen im britischen Ascot schreibt die Kleiderordnung unumgänglich den Cutaway vor. Getragen wird er hier noch mit dem klassischen grauen Zylinder. Diese Kleiderordnung hat sich, seit Beau Brummel sie Anfang des 19. Jahrhunderts vorgab, nicht nennenswert verändert. Das klassische Plastron, das hier getragen wurde, bekam sogar nach eben jener Rennbahn den Namen ?Ascot? verliehen. Heute trägt man dort üblicherweise Krawatte.

Die Jacke des Cutaway ähnelt einer Frackjacke. Allerdings ist sie vorne nicht an der Taille abgeschnitten, sondern läuft diagonal nach hinten. Im Gegensatz zum Frack lässt der Cut sich zuknöpfen. Ob man das auch tun sollte, ist umstritten.
An Farben ist klassisches Schwarz oder Anthrazit die beste Wahl. Helleres Grau ist möglich, bei einer Hochzeit allerdings dem Bräutigam vorbehalten. Er ist ebenfalls der einzige, der hier ein Plastron tragen darf. Die Gäste tragen korrekterweise eine silberne Krawatte.

Die dazu gehörige Hose ist nicht gleichfarbig, sondern grau mit feinen Streifen. Kombiniert wird sie mit einer Weste in grau oder ?buff?, was einem traditionellen gelblichen Crémeton entspricht. Sie besitzt keinen eigenen Kragen und ist als klassische Anzugweste geschnitten.Wer dieses extrem traditionelle Outfit ein wenig modernisieren will, kann auch eine Weste in zarten Pastellfarben wählen.

Das passende Hemd ist wiederum weiß, oder, was bei einer gelblichen Weste besonders elegant aussieht, ecrú. Es hat niemals einen Kläppchenkragen,, sondern einen mit klassischem Umschlag. Die Manschette ist doppelt und wird mit Manschettenknöpfen getragen.
Der elegante Look wird noch distinguierter durch ein kleines, sauber gefaltetes weißes Einstecktuch.
Was zum Anzug leider nicht mehr oft zu sehen ist, ist zum Cutaway geradezu ein Muss: eine kleine Blume am Revers. Üblicherweise ist hier eine weiße Nelke die Blüte der Wahl. Haben Sie sich für eine andersfarbige Weste entschieden, sollte die Blume ebenso wie das Einstecktuch dazu passen.

Ein naher Verwandter des Cutaway ist der Stresemann. Er ist nicht ganz so förmlich. Benannt ist er nach dem einstigen deutschen Außenminister Gustav Stresemann. Da das Protokoll jener Zeit für Parlamentssitzungen den Cutaway vorschrieb, dieser aber für die normale politische Arbeit zu festlich war, war er auf der Suche nach einem Kompromiss, der ihm das ewige Umziehen ersparte.

Dieser Kompromiss war eine gerade geschnittene schwarze Jacke, die einfach gegen die Cutjacke ausgetauscht wurde. Da sie länger als eine Anzugjacke war, wirkte sie festlich genug, um sie mit der edlen Weste und der gestreiften Hose zu kombinieren, die daher auch Stresemannhose genannt wird. Der Stresemann war früher hierzulande bei staatstragenden Angelegenheiten auch noch in der Bundesrepublik der offizielle Anzug, was ihm auch den Spitznamen ?Bonner Anzug? eintrug. Da er in protokollarischen Angelegenheiten nicht mehr so fot zu sehen ist, friistet er momentan ein Nischendasein. Denn wenn es wirklich festlich sein soll ? warum dann nicht gleich zum Cut greifen?


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