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erstellt von: krawatten, am 22.12.2010 12:42 , Clicks: 5194

Modische Rebellion

Anders als andere...

Die klassische Herrenmode lebt von ihren Konventionen. Wenn der klassische dunkelgraue Bespoke-Anzug so elegant wirkt, dann auch deshalb, weil er ungeachtet aller Modeströmungen und Änderungen einfach so aussieht, wie ein klassischer Anzug eben auszusehen hat, und das in perfekter Passform. Dabei gilt es natürlich, im Auge zu behalten, dass gerade jene klassischen Regeln eigentlich nur den Kunden als Person optimal zur Geltung bringen sollten. Der Schnitt eines Anzugs wird nicht von Mode und Trends bestimmt, sondern von Körperbau, Körpermaßen und Stil seines Trägers. Da diese Anpassungen zeitlos sind, ändern sich im Bereich der förmlichen Herrenmode allenfalls Kleinigkeiten. Ein Anzug in dunklem Anthrazit, mit oder ohne Nadelstreifen, natürlich mit passender Weste. Dazu ein weißes Hemd und eine britisch gestreifte Krawatte, schon passt alles. Wer sich an die paar ungeschriebenen Gesetze hält, wirkt vielleicht etwas konservativ, mitunter vielleicht gar ein wenig altbacken, aber immer stilvoll und gut gekleidet.

Nun, die wahre Herausforderung ist es jedoch, gezielt mit diesen sartorialen Konventionen zu spielen. So kombiniert manch Stilprofi etwa sein Einstecktuch nicht mit seiner Krawatte, sondern mit seinen Strümpfen ? eine bemerkenswerte stilistische Leistung, wenn sie gelingt. Manche Menschen schaffen es mühelos, bis zu fünf verschiedene Stoffmuster zu mischen, ohne wie ein Flickenteppich auszusehen. Was diese Beispiele zeigen, ist nur eines: die Konventionen sind Hilfestellungen, um stilvoll zu wirken. Wer jenen Stil erst einmal verinnerlicht hat, kann sich erlauben, davon abzuweichen. Aber das will gelernt sein. Manche Modeikonen machen uns vor, dass Regeln auch dazu da sein können, um gebrochen zu werden.

So tragen zum Beispiel unzählige Savile-Row-Anhänger und ähnliche Maßanzugbesitzer die äußersten Ärmelknöpfe ihres Jacketts geöffnet, nicht etwa, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben, sondern um zu zeigen: Ich trage einen Maßanzug, meine Ärmelknöpfe haben durchgenähte Knopflöcher. Bei billigen Anzügen von der Stange wird man dieses Feature nur selten finden.
Schriftsteller und Maler Jean Cocteau ging noch einen Schritt weiter: gemäß seiner Devise ?Der Takt der Frechheit besteht darin, zu wissen, bis zu welchem Punkt man zu weit gehen kann?, trug er gleich den kompletten Ärmel aufgeknöpft, krempelte ihn um und machte ihn zu seinem Markenzeichen.

Auch der Industrielle Gianni Agnelli, den unzählige Modebücher als Inbegriff modernen Stilgefühls beschreiben, hatte ein Markenzeichen, das mit der Konvention brach. Stolz trug er seine Armbanduhr außen über der Hemdmanschette. Ein wenig exzentrisch, aber es passt zu einem Mann, der seine rauen Wollkrawatten so sehr liebte, dass er sie zuweilen selbst zum Anzug über einem Kaschmirpullover trug.

Das Musterbeispiel für diese Art, mit der Konvention zu spielen, war natürlich der Prince of Wales und spätere Duke of Windsor Edward VIII., der sogar für ganze zehn Monate auf dem Englischen Königsthron saß. Von Kindheit an gewohnt, enorm strengen Kleidungsregeln unterworfen zu sein, ging er später immer wieder an die Grenzen des guten Geschmacks ? aber nie darüber hinaus. Nicht zuletzt deshalb feiern Stilberater und Modejournalisten ihn als Helden. Mustermix, Wildlederschuhe, karierte Shorts, was er auch anpackte, wurde zum Trend ? aber nur, weil er das Stilgefühl hatte, all diese rebellischen Züge durchzuziehen, ohne lächerlich zu wirken.
Ähnlich ging es Fred Astaire mit seinen für damalige Verhältnisse geradezu absurd hoch geschnittenen Hosen und nachlässig in die Tasche gesteckten Einstecktüchern.

Und doch: es wird Sie nicht gerade zieren, wenn Sie es diesen Größen jetzt einfach nachmachen, ihren Ärmel aufknüpfen und sich in ein kariertes Jackett zwängen. Wollen Sie Stil beweisen, müssen Sie zum Original werden, nicht zur Kopie. Die Kunst besteht darin, in Schlupflöchern der Konvention Individualität zu zeigen, und das fern von allem geckenhaften Stolz. Warum versuchen Sie es nicht einfach mal mit einem dezent gemusterten Einstecktuch, das die Farbe, aber nicht das Muster ihrer Krawatte aufnimmt? Oder mit einer etwas feiner gestreiften Krawatte zum gestreiften Hemd? Ein paar dezente Manschettenknöpfe in der Farbe ihres Einstecktuchs?


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