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erstellt von: krawatten, am 28.09.2011 13:46 , Clicks: 3156

Krawatte politisch-kulinarisch

Erinnern Sie sich noch an den Kaukasus-Konflikt 2008? Der bewaffnete Konflikt, inzwischen auch als „Kaukasus-Krieg“ bekannt, brach damals zwischen Georgien und der russisch dominierten Region Südossetien aus. Was für die Region eine Katastrophe war, bleib politisch eine kurze Randnotiz. Denn bereits Tage später war der Spuk vorbei. Was das alles mit Krawatten zu tun hat? Eine ganze Menge.

 

Die Bilder gingen um die Welt: der sonst als abgebrühter PR-Profi erscheinende Georgische Präsident Michail Saakaschwili saß im Fernsehstudio, um während des Konflikts eine Stellungnahme abzugeben. Seinen Hals zierte eine eher schlichte rote Krawatte. Auf dieser begann der sichtlich nervöse Politiker, rastlos herumzukauen. Nur zu dumm: die Kamera lief schon. Binnen Stunden verbreiteten sich die Bilder und Videos über zahlreiche Kanäle.

Natürlich übernahm auch die Gegenseite die Bilder begierig. Noch heute wird der Zwischenfall in russischen Staatsmedien genutzt, um den glücklosen Machthaber als psychisch zutiefst instabilen Menschen darzustellen.

 

Nun hat sich der kritische russische Journalist Oleg Panfilow eingeschaltet. Der derzeit in Georgien lebende Reporter hat eine essbare Krawatte entworfen. Die „Essbare Reformer-Krawatte“ soll den Appetit auf Freiheit und Demokratie fördern – eine klare Kampfansage an das russische Regierungslager. Gedacht ist der jüngst in Tiflis vorgestellte essbare Binder als Satire auf russische Propaganda, die die Schlips-Affäre wieder und wieder hervorholt.

 

Zwei Exemplare der Krawatte hat Panfilow nach eigenen Angaben bereits reserviert: für den russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew und den Regierungschef Wladimir Putin. Ob die beiden Politiker, die zur Zeit vor allem mit ihrem geplanten Ämtertausch Schlagzeilen machen – Putin möchte wieder Präsident werden -, die Kreation freundlich aufnehmen werden, ist zu bezweifeln.

 

Und doch: irgendwie scheint die Krawatte etwas ungeheuer Interessantes für die Politik zu sein. Nicht nur dass politische Zusammenkünfte zu den letzten Bastionen des Krawattenzwangs gehören, über kaum ein anderes Thema lässt sich so trefflich streiten. So sorgte kürzlich der Streit über das Tragen von Krawatten im Spanischen Parlament für viel Unruhe auf der iberischen Halbinsel, und im Februar diesen Jahres entzündete sich hierzulande im Bundestag eine Debatte, ob man denn ohne Krawatte als Schriftführer dienen dürfe. Das Ganze führte immerhin zu mehreren personellen Umbesetzungen. Ob ein bayrischer Ministerpräsident ohne Krawatte zu einem Empfang geht oder diverse politische Aussagen über die Farbe des Binders verstärkt werden, der Umgang mit der Krawatte in der Politik scheint mehr zu sein als nur eine kleine Äußerlichkeit.

 

Japans Premier sagte übrigens der Krawatte ebenfalls den Kampf an. Im Rahmen seiner „Cool-Bizz“-Kampagne forderte er zum Verzicht auf den Binder und zu lockerer Kleidung auf, zumindest im heißen japanischen Sommer. Die Begründung: schon wenige Grad weniger Leistung von Klimaanlagen könnten Japan helfen, seine im Protokoll von Kyoto vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen.






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