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erstellt von: krawatten, am 06.02.2013 17:15 , Clicks: 2837

Kleidung und Erfolg - ein unterschätzter Zusammenhang

Wir leben im Zeitalter der elektronischen Kommunikation. In Büros ohne Kundenkontakt schlagen wir uns den Arbeitstag mit Emails und Telefonieren um die Ohren, teilweise finden selbst Meetings schon nur noch per Konferenzschaltung statt. Wozu sollte man also die alte strikte Kleiderordnung mit dunkelgrauem Anzug, weißem Hemd und gestreifter Krawatte aufrecht erhalten? Schließlich könnte man sich in vielen Branchen heutzutage genau so gut im Schlafanzug an den Schreibtisch setzen, wenn es draußen nicht so verdammt kalt wäre...

 

Könnte man. Sollte man aber nicht. Denn das Outfit hat nicht nur Einfluss darauf, wie man von anderen gesehen wird. Es verändert auch die eigene Einstellung. Groß angelegte Untersuchungen im Telefonmarketing haben gezeigt: Trug ein Callcenter-Agent eine Krawatte, empfanden die Kunden ihn am Telefon als höflicher, kultivierter, professioneller. Und das, obwohl sie ihn nicht sehen konnten. Denn wer weiß, dass er professionell aussieht, wird sich auch professioneller verhalten.

 

Wer weiß, dass ihm im nächsten Meeting anstrengende Verhandlungen bevorstehen, sollte sich also ruhig ein wenig Zeit für sein Outfit nehmen. Im Finanzsektor und bei Versicherungen diktiert oft der Firmen-Dresscode die Richtung. Der dunkelgraue Anzug sollte es schon sein, die Krawatte gestreift, das Hemd weiß oder allenfalls noch hellblau. Das macht auch Sinn, denn ein Kunde erwartet von einem Finanzberater oder Versicherer in erster Linie Seriosität und Sicherheit. Das strahlt ein an klassischen Regeln orientiertes Outfit aus. Und auch wenn man bei der Krawatte manchmal noch ein wenig riskieren kann, sollte man sich auch dort im Rahmen des üblichen bewegen. Einen Bankangestellten hat schon einmal der Binder seinen Job gekostet: die Sprechblase „Alles Verbrecher!“ einer Cartoonfigur darauf war vielleicht doch nicht ganz das richtige für Verhandlungen mit Großinvestoren.

 

Doch auch wer in weniger förmlichem Umfeld seine Brötchen verdient, sollte nicht unbedingt im Ballonseide-Trainingsanzug am Schreibtisch sitzen (eigentlich sollte man im Ballonseide-Trainingsanzug ohnehin nirgendwo sitzen... Hilfe! Modepolizei!). Denn auch hier gilt: ein wenig mehr macht sich mit dem kleinen Umweg über die eigene Einstellung auch über Telefon und Mail bemerkbar. Bei den Kollegen erst recht. Die Dresscodes des Business Casual sind nicht so klar wie die des klassischen Geschäftsanzugs. Aber es gibt sie natürlich. In manchen Branchen haben sich regelrechte Business-Casual-Uniformen herausgebildet. Was? Glauben Sie nicht? Dann achten Sie doch einmal darauf, wie viele Herren mit hellem offenen Businesshemd, Jeans und Jackett Ihnen aus einem beliebigen Verwaltungsgebäude entgegenkommen. Eine Zeit lang war bei Hochschulprofessoren das Gleiche mit Tweedsakkos zum Rollkragenpullover der Fall. Man muss sich natürlich nicht sklavisch an solche inoffiziellen Dresscodes halten. Aber sie geben einen Anhaltspunkt, in welche Richtung sich die Kleidungsstimmung eines Unternehmens bewegt.

 

Das Schöne an etwas lässigerer Bürokleidung ist ihre Flexibilität. Denn sie erlaubt einem, nach und nach sein Outfit eine Stufe höher zu schrauben, ohne dass es jemandem auffällt. Sie sind bisher in Jeans und T-Shirt ins Büro gegangen? Versuchen Sie es mal mit einem Poloshirt. Kein großer Unterschied, und es wird niemand sich wundern, was denn mit Ihnen los ist. Auch nicht, wenn dann nach ein paar Wochen statt eines Poloshirts ein offenes Businesshemd am Start ist. Und Ihr lockeres Sweatshirt hat irgendwann einem ebenso lockeren Cardigan Platz gemacht? Na wenn schon. Aber im Vergleich zu der alten Jeans-T-Shirt-Kombi sind Sie gerade drei Level aufgestiegen. Kein Kollege wird einen blöden Spruch darüber machen, denn was als plötzliche Veränderung vermutlich eigenartig gewirkt hätte, ist jetzt einfach Ihr Stil.

 

Es gibt einen guten Grund für diesen kleinen Aufwand. Karriereportale geben oft den Rat, sich nicht für die Position zu kleiden, auf der man gerade sitzt, sondern für die, die man gerne inne hätte. Das ist einerseits gut für die eigene Motivation, andererseits können Vorgesetzte Sie sich wesentlich besser als Entscheider vorstellen, wenn Sie bereits wie einer wirken. Nur eines sollten Sie vermeiden. Wenn Sie Ihrem Chef mit schwarzem Anzug, roter Power Tie und blütenweißem Einstecktuch gegenübertreten, am besten noch mit den guten echt goldenen Manschettenknöpfen,

so denkt dieser höchstens an zwei Szenarien. 1. Sie sind plötzlich verrückt geworden, oder 2. Sie wollen seinen Job.


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