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erstellt von: krawatten, am 02.08.2013 12:20 , Clicks: 7502

Interview mit Rechtsanwalt Dr. Tim Unger

United e-Commerce:
Herr Dr. Unger, Sie sind seit 2006 Rechtsanwalt in Hannover. Besitzen und nutzen Sie eine weiße Krawatte bei Gerichtsverhandlungen?
 
Dr. Tim Unger:
Im Bereich des Verwaltungsrechts und im Bereich des Medizinrechts treten wir nicht nur in Hannover, sondern auch in anderen Bundesländern vor Verwaltungsgerichten und Sozialgerichten auf. Naturgemäß kennt man die örtlichen Gepflogenheiten nicht an jedem Ort. Da ist es klug, ein weißes Hemd und eine weiße Krawatte zu tragen, um unnötige Diskussionen zu Lasten des eigenen Klienten zu vermeiden. Wenn uns der Weg etwa im Baurecht oder Hochschulrecht vor das Bundesverwaltungsgericht oder im Arztrecht vor das Bundessozialgericht führt, ist eine formelle, korrekte Kleidung Selbstverständlichkeit.
 
United e-Commerce:
Gerade junge Anwälte laufen immer wieder Sturm gegen den Krawattenzwang, weil sie ihn für überholt halten. Wie denken Sie darüber?
 
Dr. Tim Unger:
Ein Anwalt muss in jeder Lage des Verfahrens die Interessen des Mandanten im Blick haben. Ein Scharmützel zum Prozessauftakt kann dem Mandanten nichts nutzen. Der Fokus verlagert sich vom Mandanten, der möglicherweise um seine Existenz kämpft, auf den Anwalt und die Fronten sind verhärtet, bevor nur ein erstes Wort zur Sache gesprochen ist. Das halte ich nicht für sinnvoll. Wenn eine Modernisierung für notwendig befunden wird, sollte das über eine Gesetzesänderung erfolgen, nicht aber zu Lasten des einzelnen Mandanten in seiner Verhandlung.
 
United e-Commerce:
Macht die Amtstracht heute noch Sinn?
 
Dr. Tim Unger:
Ich meine ja. Sie diszipliniert und unterstreicht den Ernst der Sache und die Sache des Anwalts, nämlich seinen Mandanten loyal und verlässlich zu vertreten, ist von großem Ernst. Gleichzeitig tritt der Anwalt zum Schutze seines Mandanten dem Gericht optisch gewissermaßen auf gleicher Ebene gegenüber. Das vermittelt dem Mandanten das gute Gefühl, nicht allein ausgeliefert zu sein.
 
United e-Commerce:
Sie sind Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Fachanwalt für Medizinrecht: Welche Erwartungen hat Ihr Klientel an Ihre Kleidung?
 
Dr. Tim Unger:
Unsere Kanzlei befasst sich im Verwaltungsrecht und im Medizinrecht mit dem Verhältnis von Bürger und Staat, mit der Beratung von Behörden, Kommunen, Hochschulen und Unternehmen im Bau- und Umweltrecht. Im Medizinrecht treffen wir im Vertragsarztrecht und bei der Verhandlung von Chefarztverträgen auf Verantwortungsträger, Unternehmer und Arbeitgeber, für die eine korrekte Kleidung im konservativen Sinne selbstverständlich ist. Ich habe keine Schwierigkeit, mich dem anzupassen und fühle mich in Anzug und Krawatte keineswegs verkleidet. So wird Irritation vermieden; der Mandant weiß, dass es uns mit seiner Sache ernst ist und wir können uns konzentriert an die Sacharbeit machen.
 
Und das darf man nicht vergessen: Darum geht es schließlich nicht nur dem Mandanten, sondern auch dem Anwalt.
 
 
Interview vom 01.07.2013
Dr. Tim Unger und Dr. Ferdinand Pohl, United e-Commerce


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