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Die Herren Fliege
  18.10.2010  Wissenswertes   0 Kommentare

Warum die Schleife noch lange nicht überholt ist

Schicker Look: Fliege zum TweedsakkoEin Blick auf die Straße in unseren Geschäftsvierteln zeigt eine enorme Vielfalt an Krawatten in allen Größen und Farben. Business-Streifen, Allover-Motive und Tupfen wechseln mit Paisleys, Unifarben oder gar grauenvoll geschmacklosen Groß-Motiven. Hin und wieder aber zieht einer dieser Anzugträger unsere Blicke auf sich. Denn anstatt einer klassischen Krawatte ziert ein dezenter Querbinder seinen Hals. In den letzten Jahren ist sie sogar wieder häufiger bei Trendsettern und Smart Casual Looks zu sehen - die Fliege.

Aus der Lavallière des 17. Jahrhunderts entstanden, hat diese Halszier leider ein wenig an Präsenz eingebüßt. Lediglich in der klassischen Abendmode hat sie immer noch ihren festen Platz. Dabei ist dieses traditionsreiche Kleidungsstück zweifelsfrei elegant.

Dabei trugen viele große Männer der Weltgeschichte demonstrativ Fliege. Sei es der Staatsmann Winston Churchill, der Architekt und Künstler Le Corbusier, Fastfoodketten-Begründer Colonel Sanders oder auch der mit seinen James-Bond-Romanen berühmt gewordene Schriftsteller Ian Fleming (dessen Figur Bond ebenfalls den Querbinder gegenüber der Krawatte bevorzugt), gerade unkonventionelle Menschen hatten und haben - oft etwas für die Fliege übrig. Denn zum normalen Geschäftsanzug getragen, wirkt sie verspielter und individueller als eine Krawatte. Sie wird auch mit mehr Sinn für Humor in Verbindung gebracht.

Doch auch eiskalte Analytiker wie der Börsenguru André Kostolany greifen zum Querbinder, und etliche Ingenieure und Chemiker sind unter den Anhängern der Schleife zu finden. Denn eine gut gebundene Fliege stört nicht beim Arbeiten, sie hängt in keinen Versuchsaufbau und verfängt sich in keiner Maschine. Auch Journalisten und Wissenschaftler sind nicht selten mit dieser Halsbekleidung zu sehen. Nach einigen Grundsatzdebatten wurde die weiße Fliege auch vor Gericht als der weißen Krawatte ebenbürtiges Kleidungsstück und somit als möglicher Teil der Amtstracht anerkannt.

Es gibt ein Reservat, in dem die Fliege niemals ernsthaft von der Krawatte bedroht war. Im Bereich der klassischen Abendgarderobe führt an der Fliege kein Weg vorbei. Zum Smoking ist sie klassischerweise schwarz. Doch inzwischen sind auch andere Farben kein Tabu mehr, wenn sie dezent auf Einstecktuch und Kummerbund abgestimmt sind. Tragen Sie keine gemusterten Fliegen zur Abendgarderobe. Nicht umsonst werden sie auch Tagesfliegen genannt.
Die Fliege sollte üblicherweise aus Seide sein oder zumindest so aussehen.

Zum Frack gehört klassischerweise eine weiße Fliege. Wollen Sie einen kontrastierenden Akzent setzen und kombinieren den König der Abendanzüge mit einer schwarzen Schleife, so begehen Sie einen modischen Fauxpas: eine schwarze Fliege zum Frack steht nur dem Oberkellner an.

Bei einer selbst gebundenen Fliege sollten die Flügel etwa auf einer Höhe mit den Seiten des Gesichts abschließen. Ist die Schleife breiter, hat sie schnell etwas Komisches. Schließlich will man ein dezentes Schmuckstück am Hals tragen, und nicht einen überdimensionierten Propeller.

Ist Ihnen das Binden einer Schleife zu aufwändig, bietet der Handel inzwischen eine große Auswahl an fertig gebundenen Fliegen an. Egal, ob gemustert, schwarz, klassisch einfarbig - vergessen Sie Einstecktuch und gegebenenfalls Manschettenknöpfe nicht. Heben Sie sich ab von der Masse und zeigen Sie ein wenig Individualismus. Warum nicht mit einer Fliege?

In unserer Rubrik Fliegen finden Sie Modelle passend für jeden Anlass.

Sortiment an Fliegen

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