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Die Wahl einer Krawatte ist weit mehr als nur der Griff ins Regal – es ist ein Prozess, der Fingerspitzengefühl und ein wenig Know-how erfordert. Egal, ob Sie sich fragen, wie man eine Krawatte für Herren auswählt oder welche Krawatte zum Anzug passt: Alles beginnt mit den richtigen Prinzipien.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Krawatte kaufen, um bei einem einmaligen Event zu glänzen oder um Ihren täglichen Look im Büro aufzuwerten. Damit Sie sich in Ihrem Accessoire nicht nur wohlfühlen, sondern auch Stilbewusstsein und Liebe zum Detail beweisen, haben wir diesen Guide erstellt. Wir führen Sie durch die wichtigsten Kriterien: Angemessenheit, Farbe und Proportionen.
Es gibt keine universelle Formel, die für jede Kombination aus Anzug und Hemd gleichermaßen gilt. Doch es gibt ein unumstößliches Fundament, auf dem jeder gute Look basiert: Kontrast, Balance und Hierarchie.
Stellen Sie sich das Outfit in Schichten vor: Der Anzug ist (meist) die dunkelste Ebene, das Hemd die hellste. Die goldene Regel lautet: Die Krawatte muss sich immer deutlich vom Hemd abheben. Idealerweise ist sie mindestens einen Ton dunkler als der Stoff darunter. Nur durch dieses Spiel mit den Farbtönen wird die Krawatte zu einem echten Blickfang und wirkt nicht wie ein deplatziertes Extra.

Ein oft unterschätztes Detail ist die Breite. Hier ist das Revers Ihres Sakkos der entscheidende Taktgeber. Das Revers ist der umgeschlagene Teil am Brustbereich Ihres Sakkos – und hier gilt: Symmetrie ist alles. Je breiter das Revers, desto breiter sollte auch die Krawatte sein. Werden diese Proportionen missachtet, wirkt das gesamte Erscheinungsbild schnell unharmonisch oder gar nachlässig.
Falls Sie das Sakko im Laufe des Tages ablegen, helfen Ihnen diese praktischen Tipps bei der Auswahl:
Ein kleiner Merksatz: Je formeller der Anlass und je strenger der Dresscode, desto eher sollten Sie zur klassischen Breite greifen. Die schmale Variante ist eher ein Ausdruck von modernem Lifestyle und modischem Mut.
Nichts ruiniert einen Look schneller als eine Krawatte, die in der falschen Höhe baumelt. Ein gepflegtes Auftreten erkennt man an der „Goldenen Länge“: Die Spitze der Krawatte sollte genau bis zur Mitte Ihrer Gürtelschnalle reichen.

Jeder Körper ist anders. Männer mit einer Körpergröße über 1,90 m sollten unbedingt zu Extra-Lang-Modellen (XXL) greifen. Kleinere Männer hingegen sollten darauf achten, dass nach dem Binden nicht zu viel Stoff „übrig“ bleibt.
Ein Profi-Trick: Sie können die Länge beim Binden über den Knoten steuern. Ein dickerer Knoten (wie der doppelte Windsor) verbraucht mehr Stoff und verkürzt die Krawatte automatisch. Und ganz wichtig: Das schmale Ende der Krawatte darf niemals unter dem breiten Ende hervorlugen!
Bei einer Krawatte mit Muster gilt zunächst wieder das Kontrast-Gesetz (dunkler als das Hemd). Danach kommt die Kür: das Spiel mit den Dessins. Wir empfehlen das Prinzip des „einen starken Akzents“:
Wollen Sie mutiger sein und Muster mischen? Dann achten Sie auf unterschiedliche Maßstäbe: Kombinieren Sie feine Streifen am Hemd mit einem großen Paisleymuster an der Krawatte. Der größte Fehler wäre es, zwei identische Muster (z.B. Karo auf Karo in derselben Größe) zu tragen – das wirkt unruhig und irritiert das Auge. Schnelle Farborientierung:
Der Stoff entscheidet über die Haptik und den Fall des Knotens:

Sind Sie bereit für Ihren perfekten Auftritt? Stöbern Sie in unseren Bestseller Krawatten oder vertiefen Sie Ihr Wissen über die richtige Breite in unserem Fachartikel: Schmale vs. Breite Krawatte.